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KI – die Künstliche Intelligenz Hilfe beim Mahnwesen
Jeder, der mit dem Payment im Internet zu tun hat, ist auch mit Zahlungsausfällen und Betrug konfrontiert. Wer heute als Händler erfolgreich sein will, braucht ein intelligentes Mahnwesen, um diese Herausforderungen zu meistern.

Künstliche Intelligenz (KI) ist ein wertvoller Helfer bei der Betrugserkennung und beim Inkasso. Sie ist in der Lage, die richtigen Schlüsse aus sehr großen Datenmengen zu ziehen: aus der Wahl des Bezahlverfahrens, den Einkaufsgewohnheiten, dem Umfang der Warenkörbe, dem Wohnort, der verwendeten Hardware und der Aktivität des Kunden in sozialen Netzwerken. Durch die Sammlung und Verknüpfung dieser Daten ergeben sich eindeutige Muster. Entspricht eine Bezahltransaktion nicht diesem Muster, ist das ein Hinweis auf einen Betrugsversuch. Die Wahrscheinlichkeit krimineller Aktivitäten ist dabei umso höher, je stärker die auftretenden Abweichungen sind. Werden derartige Unregelmäßigkeiten entdeckt, kann das Präventionssystem den Betrug unterbinden und automatisch eine verdächtige Transaktion blockieren. Die KI-Systeme sind zudem lernfähig. Das sorgt für eine kontinuierliche Verbesserung der Auswertungen und dafür, dass sie neue Betrugsstrategien rasch entdecken und entsprechend darauf reagieren.

Künstliche Intelligenz macht das Inkasso effektiver und zielgenauer

Das Inkasso arbeitet mit ähnlichen KI-Strategien. Hier lassen sich anhand von bis zu 80 Merkmalen verschiedene Mahn- und Schuldnergruppen definieren. Diese Merkmale reichen von den Kontaktdaten über den Wohnort und die Handy-Nutzungsgewohnheiten bis hin zu Profilen in sozialen Medien und Einträgen in Auskunfteien. Selbstlernende Algorithmen kreieren daraus Strategien für den Umgang mit dem säumigen Zahler. Sie erkennen vereinfacht gesagt, ob ein Schuldner nicht zahlen kann oder nicht zahlen will (bzw. beides) und entwickelt daraus individuelle Lösungsansätze. Das kann etwa eine freundliche Erinnerung sein, wenn das Bezahlen vermutlich einfach vergessen wurde. Als zahlungsunwillig eingestufte Kunden werden hingegen nachdrücklich darauf hingewiesen, welche Folgen ihr Verhalten hat. Zeitgleich erhalten sie Vorschläge zur Ratenzahlung oder etwa einer Zahlungspause.

Auch bei der Wahl der richtigen Ansprache des Kunden hilft die KI weiter, was Kosten senkt und die Erfolgsquote erhöht. Der KI-Einsatz optimiert nach der Rechnungsstellung die Kommunikation mit dem Kunden und die Wahl des Zeitfensters, in dem die Kontaktaufnahme erfolgt.

Fazit

Die Sorge, dass der gesamte Inkassoprozess künftig nur durch Maschinen gesteuert wird, ist unbegründet. Schlussendlich ist es immer noch der Mensch, der das letzte Wort hat. Doch die Methoden der Künstlichen Intelligenz bieten bereits jetzt ganz neue Möglichkeiten und erlauben bessere Entscheidungen. Sie sind dabei, die klassische Zahlungserinnerung abzulösen. Immer wichtiger wird zudem Kommunikation statt Konfrontation, wenn es um das Mahnwesen geht. Der Schuldner wird nicht in erste Linie als säumiger Zahler, sondern als Kunde wahrgenommen. Die neuen KI-Strategien erlauben außerdem individuellere und schnellere Lösungsansätze im außergerichtlichen Bereich.

Auch die präventiven Leistungen von intelligenten KI-Lösungen dürfen nicht unterschätzt werden. Neben dem Inkasso sorgen sie im Shop für die bestmögliche Aussteuerung des Bezahlverfahrens. So kann es etwa für bestimmte Käufer den Rechnungskauf als besonders risikobehaftet ausschließen.